Mentalbehindertensport ist ein Angebot für Menschen mit geistiger und mehrfacher Beeinträchtigung, hierzu gibt es keine offizielle Definition. Somit hier meine persönliche Definition:

“Mentalbehindertensport ist eine Mischung aus den Handlungskompetenzen der Motopädagogik und Freizeitsport, wobei auf die Bedürfnisse der Person mit Beeinträchtigung eingegangen wird.”

Unter Motopädagogik versteht man „Persönlichkeitsbildung durch Bewegung“ oder einfach gesagt „spielerisches lernen“.

Durch die Bewegung werden die Handlungskompetenzen gefördert. Jede Bewegungseinheit hat einen persönlichkeitsentwickelndem Aspekt. Diese sind:

Ich-Kompetenz

Sachkompetenz

Sozialkompetenz

Durch die Förderung der Handlungskompetenzen wird die Entwicklung positiv beeinflusst.

Die Handlungskompetenzen der Motopädagogik einfach erklärt:

Ich-Kompetenz: Man lernt seinen Körper wahrzunehmen, zu erleben, zu verstehen und damit umzugehen.

Sachkompetenz: Man lernt die Materialien in seiner Umwelt wahrzunehmen, zu erleben, zu verstehen und damit umzugehen.

Sozialkompetenz: Man lernt die soziale Umwelt wahrzunehmen, zu erleben, zu verstehen und damit umzugehen.

Es werden motorisch- und wahrnehmungsorientierte Bewegungsangebote auf die Handlungskompetenzen abgestimmt, hier nun Punkte warum dies gut für dich oder deinen Angehörigen ist:

  • Man kommt dem Drang nach Bewegung nach
  • Fördert die Konzentration und Ausdauer
  • Stärkt Selbstbewusstsein
  • Man lernt Gefühle besser auszudrücken
  • Man lernt den eigenen Körper und seine Bewegungen besser kennen
  • Fördert Grob- und Feinmotorik
  • Fördert die Kreativität
  • Fördert das Sozialverhalten

Als Freizeitsport ist jede Sportart gemeint, der ohne Leistungsdruck also hobbymäßig ausgeübt wird.

 

Nähere Informationen zu dem Thema Motopädagogik siehe Link.

„Lasst mich gewinnen! Aber wenn ich nicht gewinnen kann, dann lasst es mich mutig versuchen.“

Eid von Special Olympics